Christus ist auferstanden.

Er ist wahrhaftig auferstanden!

zum Vorbereiten:
Kerze und Streichhölzer/Feuerzeug; kleine Vase mit Blumen; evtl. Gesangbuch;  Fotos von Menschen, an die Sie denken möchten;        

Kleine Haus-Andacht zum Ostern

Beginn:     

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Ich zünde eine Kerze an. Diese Kerze und ihr Leuchten verbindet mich mit allen, die Ostern feiern.  (Kerze anzünden)

Gebet:
Ewiger Gott! Du hast Jesus Christus aus dem Tod ins Leben gerufen. Damit ist die Macht des Todes gebrochen. Du schenkst uns wieder das Leben. Darum loben wir dich mit der ganzen Schöpfung. Amen.

Evangelium:  Markus, Kap. 16, 1-8
 
Lied: lesen oder singen  EG Nr. 111 (Frühmorgens, da die Sonn aufgeht)

Gedanken zu 1. Kor. 15, 19 - 28
- vielleicht kommen Sie sogar miteinander ins Gespräch über meine Gedanken -
Liebe Gemeinde!  
Ich kenne viele Menschen, auch Christen, die sich mit dem Gedanken an die Auferstehung schwer tun. Was soll man sich vorstellen? Dass sich der tote Jesus in seiner Grabeshöhle plötzlich wieder regt und bewegt und mit den Binden um seinen Leib aus der Höhle wankt?
Solche Vorstellungen erinnern eher an einen Horrorfilm. Das hat mit Glauben nichts zu tun. Denn wir glauben nicht an bestimmte Bilder, an Vorstellungen, die erklären, wie etwas sein könnte, sondern an Glaubensbilder, die Hoffnung geben.
Dennoch brauchen wir Vorstellungen, weil sie uns etwas vermitteln. Wenn wir mit biblischen Geschichten aufgewachsen sind, dann haben sie in uns bestimmte Bilder geprägt. Ich habe z.B. einen Jesus vor Augen, der sich zu den Kranken hinbeugt, ihre Hand hält. Das ist für mich ein Bild für seine  Barmherzigkeit geworden. Ein „wahres“ Bild; ein Bild, das mir hilft, ganz tief zu verinnerlichen, wie Jesus sich Menschen zugewendet hat und wie er für sie da war.

Heute schauen wir miteinander eine Vorstellung an, mit der Paulus versucht, uns die Auferstehung näher zu bringen.
Er schreibt: „Wie durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.“
Paulus geht von einem Fakt aus. Klar sterben alle Menschen. Alles, was geschaffen ist, geht diesen Weg. Da gibt es diesen großen Zusammenhang, der alle Lebewesen miteinander verbindet:
Entstehen und Vergehen. Geboren werden und Sterben. Man könnte es das „Adam-Prinzip“ nennen. Denn Adam steht quasi stellvertretend für alle Menschen.
Allerdings war das nicht immer so. Paulus bezieht sich darauf, dass es da eine unheilvolle Geschichte gab,

durch die Eva und Adam aus der unmittelbaren Nähe zu Gott herausgefallen sind. Und das Ergebnis war der Mensch, wie wir ihn kennen:  rastlos, unruhig, zerbrechlich, ängstlich, sterblich. Das ganze ist eigentlich ein Drama. Und trotzdem behält Gott das Heft in der Hand: denn wenn er den Menschen zum Tod verdammen kann, dann kann er ihn auch wieder davon erlösen!
Und genau das zeigt uns die Auferstehung. Was Eva und Adam verbockt haben, macht Christus wieder wett. Wenn Adam als Symbol für Sterblichkeit steht, dann steht Jesus Christus als Symbol für das Leben, vielmehr:  er ist das neue Leben!
Genauso wie das Sterben ist für Paulus auch die Auferstehung eine Tatsache, hinter der Gott steht. „Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.“ Auferstehung ist das Gegenmittel gegen den Tod, die Wieder-Gut-Machung einer Geschichte, die ziemlich schief gelaufen ist.

So heisst hoffen, sich immer wieder von neuem Gott anzuvertrauen, der auch unsere Lebensgeschichte am Ende wieder gut machen wird.

Bei jedem neuen Schritt. Hunderte, tausende Male im Leben.

Wer hofft, lebt leichter! Bis Gott sein wird alles in allem. Amen.

 

Fürbittengebet

Ewiger Gott, in Jesus Christus hast du deine neue Schöpfung begonnen.
Das Alte vergeht und du machst alles neu.
Wir danken dir, Gott, du hast durch Jesus Christus in aller Finsternis
das Licht der Hoffnung und des Glaubens angezündet.
Wir danken dir, dass du alle Dunkelheiten unseres Lebens mit deinem Licht durchstrahlst. Gerade jetzt in dieser Zeit der Krise halten wir uns an dir fest.
Wir bitten dich für alle, die gefangen sind in Ängsten; für alle, die am Leben leiden.
Richte sie auf durch dein Wort. Lass sie deine Nähe spüren.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich!
Wir danken dir, Gott, dass du dem Tod die Macht genommen und Leben und Hoffnung gebracht hast.
Wir bitten dich für die Erstarrten und Mutlosen um Lebensfreude und Zuversicht,
für die Kranken um Geduld; für die Sterbenden um deinen Trost.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich! (fügen Sie Ihre eigenen Bitten ein)
Barmherziger Gott, du hast uns Leben und Zukunft gebracht in Jesus Christus. Durch ihn loben wir dich, durch ihn beten wir dich an, durch ihn danken wir dir, heute und immer und in Ewigkeit.

Vater Unser ...
Segen

Der Herr segne deinen Weg. Er gebe deinen Füßen Halt, er sei der feste
Grund unter dir. Er lenke deinen Schritt. Er stärke dich an Geist und Leib.
Er sei dein Ziel deines Lebens.

So segne uns der allmächtige und barmherzige Gott,
(Kreuzzeichen machen) Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.